Erlebniswanderung auf historischen Spuren

03.10.2020 – Tag der deutschen Einheit

Unter diesem Motto startete eine Gruppe Interessierter am Parktplatz an der Berufsbildenden Schule in Alzey zu einer Erlebniswanderung auf historischen Spuren. Auf den Spuren der früheren Wüstung Ergersheim wanderte die Gruppe hoch zum Mühlberg, von dem aus man einen herrlichen Blick über das rheinhessische Hügelland genießen konnte.
Die TeilnehmerInnen erfuhren, dass sich voraus die Gemarkung der ehemaligen Wüstung Ergersheim, die 769 bereits urkundlich erwähnt wurde, befindet.

Es sei zwar sehr wenig über Ergersheim bekannt, aber es lasse sich sowohl bei der Feldarbeit als auch an Gebäuden in der Umgebung immer wieder Dinge finden, die auf Ergersheim zurückzuführen sind, so Thierry Mathis. Bergab durch die Gemarkung des früheren Ergersheim am Bahndamm entlang ging es direkt weiter zu den Mauerresten der Katharinenmühle, der früheren Ergersheimer Walkmühle, wo Leinen hergestellt wurde.


Diese war bis in die 1950er Jahre noch bewohnt, wurde aber dann auch aufgegeben. Heute sind nur noch Mauerreste übrig.
Weiter Richtung Kettenheim, vorbei an der Wiesenmühle weiter zum Weingut Schlossmühlenhof, das eine weitere ehemalige Mühle umfasst, die am Weidasserbach betrieben wurden. Der Weidasserbach, der von Freimersheim aus den „Kühlen Grund“ durchfließt und bei Framersheim in die Selz mündet, versorgte etliche Mühlen mit der notwendigen Energie z.B. um in Wahlheim Bausand in der Sandmühle oder Getreide in der Wiesenmühle und der Schlossmühle herstellen zu können.

Angekommen im Weingut Schlossmühlenhof wartete auf die Erkundergruppe nach vielen historischen Informationen und einer ca. 3 km langen Wanderung eine kleine Stärkung. Als Ehrengast begrüßte der Kreisvorsitzende Ronald Flick die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und Direktkandidatin der Freien Demokraten zur Landtagswahl 2021 im Wahlkreis 34 Frau Daniela Schmitt. Neben den geschichtlichen Ausführungen während der Wanderung bot sich nun die Gelegenheit den Bogen zur aktuellen Situation zu schlagen.

Frau Schmitt betonte in ihrer Rede, dass der Tourismus ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor ist. Gerade durch die Corona Pandemie konnten in Rheinland-Pfalz neue Zielgruppen gewonnen werden. „Menschen, die sonst gerne Fernreisen machen, entscheiden sich nun verstärkt für einen Urlaub in Rheinland-Pfalz“, so die FDP-Landtagskandidatin. Frau Schmitt berichtete über die Bemühungen und Weichenstellungen des Wirtschaftsministerium.


Sie sieht in der Tourismusstrategie 2025 eine gute Grundlage gelegt, um mehr Wertschöpfung aus dem Tourismus zu ziehen. „Hier stehen insbesondere die Betriebe im Mittelpunkt unseres Handelns“, so die Staatssekretärin. Sie betont, dass gerade der Tourismus eines ihrer Herzensthemen ist und durch eine kluge Verbindung verschiedener Themen arbeite das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Betrieben vor Ort an einer Entsaisonalisierung, um Gäste zu bewegen, länger bei uns Urlaub zu machen.
Passend zum Motto „Zeigen wir, wie schön Rheinhessen ist.“ motiviert Frau Schmitt alle Anwesenden für die eigene Heimat zu werben.

„Abgestimmte abwechslungsreiche touristische Angebote auch in Verbindung mit der rheinland-pfälzischen Weinkultur und dem köstlichen heimischen Wein spielen hier eine bedeutende Rolle“, so Daniela Schmitt. Daran anknüpfend rundete die anschließende Weinprobe die Erlebniswanderung geschmackvoll ab.

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